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Willkommen auf dem Mars

Auf dem Mars leben und forschen

Stellt euch mal vor, ihr gehört zu den ersten Menschen, die auf dem Mars landen und ihn erforschen. Ihr betretet mit anderen Astronautinnen und Astronauten einen fremden Planeten! Tatsächlich ist der Mars eines der nächsten Ziele in der Raumfahrt. Aber wie könnte das klappen?

Wasser auf dem Mars?

Obwohl der Mars einer trockenen Wüste gleicht, muss es auf ihm vor rund vier Milliarden Jahren einmal Wasser gegeben haben. Das beweisen ausgetrocknete Flussläufe. Außerdem sind die beiden Pole, also der nördlichste und der südlichste Punkt des Planeten, gefroren. Diese Eisflächen bestehen aus gefrorenem Kohlendioxid und Wassereis.

Unter den Bedingungen, die auf dem Mars herrschen, ist es schwierig, flüssiges Wasser zu gewinnen. Wie könnte es trotzdem klappen? Eine Option wäre, tief im Marsboden nach Eis zu bohren und es aufzutauen. Die Astronautinnen und Astronauten auf der Internationalen Raumstation ISS gehen anders vor. Sie trinken wiederaufbereitetes Wasser aus ihrem eigenen Urin und Schweiß – klingt ekelig, aber da alles gründlich gefiltert wird, schmeckt es wie Trinkwasser auf der Erde.

Was braucht ein Mensch, um zu leben?

  • Wasser: Menschen bestehen bis zu 80 Prozent aus Wasser. Der Körper muss regelmäßig Flüssigkeit aufnehmen, um zu funktionieren.

  • Sauerstoff: Sauerstoff bekommen wir aus der Luft, die wir atmen. Aus ihm gewinnen wir Energie, die der Körper immer benötigt.

  • Nahrung: Damit der Körper ausreichend versorgt wird, brauchen wir Nährstoffe wie Eiweiß, Fett und Vitamine, die wir über die Nahrung aufnehmen.
Willkommen auf dem Mars_Symbole

Keine Luft zum Atmen

Frei atmen können wir Menschen auf dem Mars nicht. Die Atmosphäre besteht fast nur aus Kohlendioxid und enthält kaum Sauerstoff, den wir zum Atmen brauchen. Die Luft auf dem Mars ist außerdem sehr dünn. Diesen Zustand gibt es auch auf der Erde. Je höher ihr kommt, desto dünner wird die Luft. Auf dem höchsten Berg der Welt, dem Mount Everest in Nepal, brauchen Bergsteigerinnen und Bergsteiger ein Sauerstoffgerät. Auf dem Mars müssten Menschen im Freien Raumanzüge tragen. Diese haben eine Art Rucksack, in dem genug Sauerstoff ist.

Willkommen auf dem Mars_Erklärung Mars

Auf dem Mars Gemüse anbauen

Während ihres Aufenthalts auf dem Mars brauchen die Forscherinnen und Forscher frische Nahrung. Kann man die direkt auf dem Mars anbauen? Wohl kaum. Dafür ist es zu kalt. Aber mit speziellen Gewächshäusern könnte das möglich sein. Daran forscht zumindest das Deutsche Zentrum für Luft und Raumfahrt (DLR) bei seinem Projekt „Eden ISS“ am Südpol. Der Name der Forschungsstation bezieht sich auf den biblischen Garten Eden, in dem Pflanzen
als Nahrung für den Menschen wachsen.

Willkommen auf dem Mars_die Station Eden ISS
Willkommen auf dem Mars_in der Station Eden ISS

Das Gewächshaus, das der Flugzeugbauer Airbus mitentwickelt hat, steht in der Antarktis. Dort sind die Wetterbedingungen ähnlich wie auf dem Mars. Mit Wasser, Nährstofflösungen und künstlichem Sonnenlicht sind dort unter anderem Tomaten, Paprika, Radieschen und Gurken gewachsen. All das ohne Erde. Das könnte auch auf dem Mars möglich sein. Das Modell der „Eden ISS“ und andere spannende Dinge über den Weltraum könnt ihr im Naturerlebniszentrum „botanika“ in Bremen entdecken. Mehr Infos gibt es hier: botanika-bremen.de

Wie aus dem Mars ein Wüstenplanet wurde

Die Sonne sendet neben der Licht- und Wärmestrahlung auch Strahlung aus, die für Lebewesen schädlich ist. Diese Strahlung wird Sonnenwind genannt und ist auf dem Mars viel höher als auf der Erde. Das liegt aber nicht an der Entfernung. Der Mars ist ja viel weiter von der Sonne weg als die Erde: rund 230 Millionen Kilometer. Daher müsste der Sonnenwind eigentlich geringer sein.

Vor Milliarden von Jahren war es auf dem Mars feucht und warm – damals hättet ihr leicht Gemüse anbauen können. Das liegt daran, dass der Mars in den ersten 500 Millionen Jahren nach seiner Entstehung von einer viel dichteren Atmosphäre umgeben war. Sie wirkte wie eine Hülle.

Aber: Während uns auf der Erde das Magnetfeld und unsere Atmosphäre vor dem Sonnenwind schützen, fehlen auf dem Mars heute diese beiden „Schutzschilde“. Darum wirkten im Laufe der Zeit immer mehr Sonnenwinde auf ihn ein und zerstörten seine Atmosphäre. Die Umgebung ist heute trocken und karg.

Vom Mond zum Mars: Das Artemis-Programm

Die NASA bereitet die nächste Mondlandung vor und hat zu diesem Zweck das Raumfahrtprogramm Artemis ins Leben gerufen. Bei der ersten Mission, Artemis I, waren nur Puppen an Bord des Raumschiffs, um die Strahlungswerte zu messen. Mit der Artemis-­II­-Mission fliegen das erste Mal seit den 1970er­Jahren wieder Menschen in Richtung Mond. Allerdings werden sie ihn erst mal nur umrunden. Der Start ist frühestens für Ende 2024 geplant.

Auf dem Mond landen sollen Menschen bei der darauffolgenden Mission Artemis III. Dort gibt es vieles zu erforschen. Die Astronautinnen und Astronauten testen auf dem Mond Maschinen und Technik, die auch auf dem Mars zum Einsatz kommen sollen. In den späten 2030er-­Jahren oder in den 2040er-­Jahren könnten dann die ersten Menschen auf dem Mars landen.

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