
Wie fliegen wir in 30 Jahren?
Die Zukunft hebt ab!
Stell dir mal vor, du wärst Ingenieurin oder Ingenieur. Dein Auftrag: Du sollst dir ein Flugzeug ausdenken, das besonders umweltfreundlich fliegt. Es soll also wenig Abgase erzeugen. Am besten ist es auch ganz leise und auf jeden Fall sehr sicher. Los geht’s!

Wie sieht dein ZUKUNFTSFLIEGER aus?
Zuerst überlegst du dir das beste Material für deinen Flieger. Metall ist sehr stabil und deshalb sollten alle Teile daraus bestehen, die bei Starts und Landungen viel aushalten müssen. Für den Rest nimmst du einen speziellen Kunststoff: Er setzt sich aus mehreren Schichten zusammen, ist auch sehr fest, gleichzeitig aber leichter als Metall. So wiegt dein Flieger weniger und kann mehr Passagiere mitnehmen.
Doch auch die Größe des Flugzeugs entscheidet darüber, wie viele Fluggäste du mitnehmen kannst. Es gibt kleine und große Flugzeuge, manche für kurze Strecken, andere für lange Flüge. Und für jeden Typ müssen die richtigen Triebwerke ausgewählt werden. Welche Lösung da für die Umwelt am besten ist, untersucht das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit dem EXACT-Projekt.

Dabei geht es aber nicht nur um schadstoffarme Triebwerke. So ist es auch wichtig, dass die einzelnen Teile wiederverwendet werden können, wenn der Flieger viele Jahre später ausgedient hat.

Wichtig: Dein Flugzeug sollten alle Menschen benutzen können. Deshalb darf man beim Konstruieren nicht nur an Triebwerke oder Flügel denken, sondern auch an viele andere Dinge. So hat die Firma Diehl Aviation zum Beispiel neue Bordtoiletten entwickelt, in die auch jemand mit einem Rollstuhl passt. Solche Entwicklungen sind toll, weil sich dadurch alle Reisenden willkommen fühlen und niemand ausgeschlossen wird. So können am Ende alle die Reise entspannt genießen und sich auf ihr Ziel freuen.
Elektromotoren und extragroße Fenster
Du wählst Elektromotoren, weil sie keine Abgase erzeugen und leise sind. Doch die Batterien oder Akkus, die den Strom liefern, sind so schwer, dass du nur wenige mitnehmen kannst. Für weite Strecken reicht das nicht. Also sind zur Verstärkung zwei Triebwerke nötig, die mit Bio- Treibstoff funktionieren. Später könnten sie mit einem Gas angetrieben werden, das Wasserstoff heißt. Das wird heute noch getestet – aber wenn es klappt, würden damit keine Schadstoffe entstehen.
An die Passagiere denkst du natürlich auch. Sie sollen den Flug ja richtig genießen. Die Sitze müssen bequem sein. Auch eine Internetverbindung fürs Smartphone wäre gut. Wer lieber nach draußen schauen will, wird sich über extragroße Fenster freuen – fast so groß wie in einem Bus.

Bildquellen: AI Image Gen/Envato, DLR (CC BY-NC-ND 3.0), AIRBUS, Diehl Aviation



